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Kino in Kürze »Ararat«

aus DER SPIEGEL 4/2004

. Die armenische Herkunft ist für den kanadischen Filmemacher Atom Egoyan wie für seine Kunst- und Lebensgefährtin Arsinée Khanjian seit je ein filmisches Erzählmotiv gewesen. Und allmählich wurde das schwierige Erbe der kollektiven Erinnerung an den Völkermord zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Egoyan zur Lebensaufgabe: der Ararat als Schicksalsberg. Mit imposantem Aufwand und fordernder Leidenschaft stellt sich der Regisseur nun dem Thema: Die vielsträngige Erzählung verbindet ein historisch verbürgtes Massaker im Ersten Weltkrieg, die Jugend des berühmten Malers Arshile Gorky und ein Stück armenischer Lyrik raffiniert mit einem kanadischen Familiendrama von heute - viel, ja zu viel an Motiven und Emotionen, wie das so ist, wenn einer sein übervolles Herz ausschüttet, aber wundersam reich in allen Feinheiten der Inszenierung.

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