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Artur Brauners »Bittere Ernte«

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aus DER SPIEGEL 6/1986

An der deutsch-polnischen Grenze gelingt der Jüdin Rosa (Elisabeth Trissenaar) im Kriegsjahr 1943 die Flucht aus einem Transportzug, der Richtung Auschwitz fährt. Ein frommer, einsamer Bauer (Armin Mueller-Stahl) findet sie, versteckt sie bei sich. Der Mann ist ein Beschützer von der selbstsüchtigen Art: Ihm ist daran gelegen, Gutes zu tun, aber infolge der widrigen Umstände zettelt er Schlimmes an. Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland inszenierte »Bittere Ernte« als psychologisch komplexes Kammerspiel über den Umsturz aller Werte in einer Extremsituation. Daß einem dabei die Figuren niemals nahegehen, liegt an Hollands sehr konventioneller Umsetzung. Der von Artur Brauner produzierte Film wurde als deutscher Beitrag für den Oscar vorgeschlagen.

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