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Asylanten im »Kalten Paradies«

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aus DER SPIEGEL 46/1986

Jan, ein Flüchtling aus Osteuropa, liebt Elba aus Südamerika, doch »Das kalte Paradies« - so heißt der Film von Bernard Safarik - liegt nicht im kommunistischen Prag oder einer militaristischen lateinamerikanischen Metropole, sondern mitten in der Schweiz. Das Warten im blankgeputzten Asyl zehrt an ihrer Liebe, am Ende vollzieht der Eidgenossen-Staat ihre Trennung. Flott, sexy bisweilen komisch, doch zumeist in Moll, hat der gebürtige Prager Dokumentarist Safarik, 38, seinen zweiten Spielfilm inszeniert, über den eine Schweizer Illustrierte meinte: »Man schämt sich fürs eigene Land.« Verschämt, wie auch hierzulande Asylanten leben, läuft der Film jetzt in einigen deutschen Städten und in Österreich.

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