Antikes Verkehrszeichen Arbeiter finden wertvollen Hermes-Kopf in Athener Kanalisation

Freudige Überraschung in der Kanalisation: Die Stadt Athen hatte Arbeiter für Ausbesserungsarbeiten an Abwasserrohren losgeschickt. In 1,3 Meter Tiefe stießen sie auf eine antike Kostbarkeit.
Gefundene Marmorskulptur, die offenbar den griechischen Götterboten Hermes darstellt

Gefundene Marmorskulptur, die offenbar den griechischen Götterboten Hermes darstellt

Foto: - / dpa

Bauarbeiter haben im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen bei Arbeiten am Kanalisationssystem einen überraschenden Fund gemacht: Sie stießen auf eine wertvolle Marmorskulptur, die offenbar den Kopf des griechischen Gottes Hermes darstellt. Der Hermeskopf stammt laut dem griechischen Kulturministerium wohl aus dem dritten, möglicherweise sogar aus dem vierten Jahrhundert vor Christus.

Die Entdecker arbeiteten gerade an der Ausbesserung der Kanalisation der Altstadt, als sie am vergangenen Freitag in etwa 1,30 Meter Tiefe auf den Kopf stießen. "Abgebildet ist der Gott (der griechischen Antike) Hermes in hohem Alter", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums weiter.

Bürgermeister ist stolz auf das "einzigartige Athen"

In der Altstadt der griechischen Hauptstadt werden immer wieder ähnliche Funde gemacht. Diesmal handelt es sich um den oberen Teil einer sogenannten "Herme". Weil es im Altertum in Athen noch keine Straßennamen gab, wurden kleine Säulen an Kreuzungen und Weggabelungen errichtet, an denen sich Passanten und Wanderer orientieren konnten.

Diese Wegzeichen wurden "Hermen" genannt. Bei Hermes handelt es sich in der griechischen Mythologie um Sohn von Göttervater Zeus. Er diente den Göttern als Bote und wurde verehrt als Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, Kaufleute und Hirten. Sein Pendant in der römischen Mythologie ist Merkur.

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Gefunden wurde der Kopf mitten in der Innenstadt, nahe des stark belebten Agia-Irini-Platzes. Das Kulturministerium machte keine Angaben zum genauen Wert des Fundes. Er wurde umgehend in ein Lagerhaus des Direktorats für Antiquitäten transportiert.

Athens Bürgermeister Kostas Bakogiannis veröffentlichte eine Aufnahme des Hermeskopfes auf seinem Facebook-Account. Er empfinde "Stolz und Bewunderung". So etwas sei nur möglich im "einzigartigen Athen".

beb/dpa

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