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Ausstellungen

aus DER SPIEGEL 15/1972

London feiert einen großen Toten: Vor etwa 3300 Jahren starb der Ägypter-König Tutenchamun, und vor fünfzig Jahren entdeckte der britische Archäologe Howard Carter das fast unversehrte Grab mit der Mumie des Pharaos. Zu Ehren des Toten-Gräbers wurde der Grab-Schatz kürzlich unter militärischen Sicherheitsvorkehrungen aus Kairo nach London Überführt und ist seit Mittwoch letzter Woche in einer Jubiläumsschau zu besichtigen. Kostbarstes Stück der Kollektion ist die massivgoldene Totenmaske des jung gestorbenen Herrschers. Zu Versicherungszwecken taxierter Marktwert des Alt-Golds: zwischen 126 und 168 Millionen Mark. Das Londoner »Sunday Times Magazine«, einer der Schirmherren der großen Schau, begeht das Jubelfest auf sonderliche Weise: Es bietet seinen Lesern auf doppelseitigen Farbanzeigen den pharaonischen Totenschmuck für Busen, Handgelenk und Finger zu Billigpreisen an: Blech- und Plastik-Imitationen der Leichenzier -- im Original meist goldgefaßte Skarabäus-Motive aus Lapislazuli -- sind zwischen 16 und 100 Mark zu haben.

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