Frankreich stellt Antrag Baguette soll Unesco-Welterbe werden

Ein Wahrzeichen wie der Eiffelturm: Das Savoir-faire und die Kultur des Baguettes soll nach dem Willen des französischen Kulturministeriums in die Liste des immateriellen Welterbes der Unesco aufgenommen werden.
Ofenfrische Baguettes: »Wunderbares« Produkt aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe

Ofenfrische Baguettes: »Wunderbares« Produkt aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe

Foto: Aurora Open / Getty Images/Aurora Open

Es gehört zu Frankreich wie Camembert und Baskenmütze und soll Kulturerbe der Menschheit werden: das Baguette. Die französische Regierung hat das Stangenweißbrot nun zur Einstufung als immaterielles Kulturerbe bei der Uno-Kulturorganisation Unesco angemeldet, wie das Kulturministerium in Paris am Freitag mitteilte . Es folgte damit einer Forderung der französischen Bäckerinnung.

Das Baguette gehöre in Frankreich zur »täglichen Ernährung« vieler Menschen, betonte das Kulturministerium. Die Kunst seiner Herstellung gehöre zum nationalen Erbe.

Die französischen Boulangers hatten zuvor bereits Präsident Emmanuel Macron für ihren Vorschlag gewonnen. Bei einem Empfang für Bäckermeister im Pariser Élysée-Palast sagte Macron bereits 2018, die ganze Welt beneide Frankreich um das Baguette. Seine »Vorzüglichkeit« und die dafür nötigen »Fachkenntnisse« müssten bewahrt werden, und deshalb gehöre es auf die Welterbe-Liste.

Die Bäckerinnung erklärte, das »wunderbare« Produkt aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe sei wie der Pariser Eiffelturm – eines der wichtigsten französischen Wahrzeichen.

Zur Liste des immateriellen Welterbes der Unesco zählen schon zahlreiche kulinarische Praktiken und Produkte – darunter das koreanische Kimchi, die belgische Bierkultur oder Couscous aus Nordafrika. Aus Frankreich ist bereits seit 2010 die Kultur der gastronomischen Mahlzeiten in mehreren Gängen verzeichnet .

feb/AFP
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