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Architektur Bauen mit links

aus DER SPIEGEL 2/1995

Avantgarde-Baumeister planen in Castros zerfallendem Kuba den Aufbruch. In der vergangenen Woche tagte die internationale Creme der dekonstruktivistischen Architekten in der Altstadt von Havanna und beriet über die Rettung der Baukultur in aller Welt. Das Geheimtreffen im karibischen Exil hatte Peter Noever arrangiert, Direktor des Museums für angewandte Kunst in Wien. Der Links-Nostalgiker und Künstlerarchitekt plant gerade zusammen mit dem Wiener Akademiedirektor Carl Pruscha für die Unesco in Havanna ein Kulturzentrum. Zur Baustellenbesichtigung mit anschließendem Kongreß lud Noever unter anderen die Extrem-Modernisten Coop Himmelblau, Zaha Hadid, Steven Holl und Eric Moss. Schon zweimal hatte dieselbe Gruppe in Wien getagt und wortgewaltige Manifeste gegen die Kommerzialisierung des Bauens verfaßt. Ausgerechnet im notleidenden Havanna ging es jetzt - so das Kongreßmotto - um eine »Wiederbelebung der Architektur als universelle Metapher von Raum, Zeit und Körper«.

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