Schwierige Arbeitsbedingungen für die Presse ARD-Journalist reist aus Belarus aus

Ein ARD-Korrespondent wird in Minsk bei der Arbeit behindert, sein Kamerateam darf nicht mehr drehen. Die Journalisten verlassen nun das Land.
Die Berichterstattung über Proteste in Minsk werden von Behörden erschwert

Die Berichterstattung über Proteste in Minsk werden von Behörden erschwert

Foto: STRINGER/EPA-EFE/Shutterstock

Am Wochenende waren Behörden in Belarus gegen zahlreiche Journalisten massiv vorgegangen. Kamerateams von ARD und ZDF wurden vorübergehend festgesetzt, die Behörden entzogen dem ARD-Team die Dreherlaubnis.

Korrespondent Jo Angerer reist nun aus Belarus aus, meldet die "Süddeutsche Zeitung ". Der Journalist verfüge zwar noch über seine Akkreditierung, doch ohne Dreherlaubnis für das Kamerateam könne er nicht mehr produzieren. In den nächsten Tagen solle aus dem Moskauer Studio über die Lage in Belarus berichtet werden.

Besonders für Fernsehjournalisten sind die Arbeitsbedingungen in Belarus momentan schwierig. Auch ein Kamerateam des ZDF war vergangene Woche in Minsk von Behörden für mehrere Stunden in einer Turnhalle festgesetzt worden, weil die Journalisten von den Protesten der belarussischen Opposition berichten wollten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte die autoritäre Staatsführung scharf kritisiert. "Wenn Journalistinnen und Journalisten willkürlich und ohne jede Rechtsgrundlage festgesetzt und durch den Entzug ihrer Arbeitserlaubnis an ihrer wichtigen Arbeit gehindert werden, dann ist das überhaupt nicht akzeptabel", erklärte Maas am Samstagabend in Berlin. "Unabhängige Berichterstattung muss umfassend gewährleistet werden." Dazu habe sich Belarus auch international verpflichtet.

cpa/dpa
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