Berlins Kultursenator Lederer »Bis Ostern macht keine Bühne auf«

Düstere Aussichten für die Theater und Opernhäuser von Berlin: Kultursenator Klaus Lederer hat in Aussicht gestellt, dass sie pandemiebedingt noch zweieinhalb Monate länger geschlossen bleiben müssen.
Saal des Berliner Ensembles ohne Zuschauer

Saal des Berliner Ensembles ohne Zuschauer

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Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Berlins Kultursenator Klaus Lederer geht davon aus, dass die Theater und Opernhäuser in der Hauptstadt noch mindestens bis Ostern wegen Corona geschlossen bleiben, also noch rund zweieinhalb Monate. Er habe angesichts der aktuell sehr ernsten Infektionslage mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene am Mittwoch konferiert, sagte der Linke-Politiker am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. »Wir sind uns gestern eigentlich ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie.«

Lederer verwies auf die hohen Infektionszahlen und noch einige unbekannte Größen. So sei erst Mitte nächster Woche klar, welche Auswirkungen die Feiertage auf das Infektionsgeschehen gehabt hätten. Die zweite, »weitaus dramatischere« offene Frage sei die nach den Auswirkungen der sich aktuell verbreitenden Virusmutation. Wenn diese Variante eine erheblich höhere Infektionsintensität habe, müssten auch alle bisherigen Überlegungen im Hinblick auf die Kultur auf den Prüfstand gestellt werden.

»Derzeit ist nicht die Zeit, ernsthaft darüber zu reden, was machen wir jetzt auf«, so Lederer. »Dann, wenn wieder was geht, dann muss Kultur dabei sein. Aber wann wieder was geht, darüber kann seriöserweise im Augenblick keiner eine ernsthafte Auskunft geben.«

hpi/dpa
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