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Gestorben Bertrand Tavernier, 79

aus DER SPIEGEL 13/2021

Der in Lyon geborene Regisseur gehörte zu den wichtigsten Filmemachern Frankreichs. Er fand über seine Leidenschaft fürs Kino zum Beruf und schrieb zunächst Kritiken. Dann lernte er als Regieassistent sein Handwerk und drehte mit der Georges-Simenon-Adaption »Der Uhrmacher von St. Paul« (1974) seinen ersten eigenen Film. Bertrand Tavernier legte sich nie auf ein Genre fest, er hatte mit Komödien wie »Der Saustall« (1981) Erfolg, aber auch mit dem Kriegsdrama »Das Leben und nichts anderes« (1989) oder dem Mantel-und-Degen-Film »D'Artagnans Tochter« (1994). Seine Werke gewannen viele Preise, nicht zuletzt sein großartiger Jazzfilm »Um Mitternacht« (1986). Eine Konstante in seinem Schaffen war der Schauspieler Philippe Noiret, dem er zahlreiche Hauptrollen gab. Taverniers Arbeit war von tiefer Kenntnis der Filmgeschichte geprägt, seine Bücher über das amerikanische Kino, die er zusammen mit Jean-Pierre Coursodon schrieb, sind überaus lesenswert. Bertrand Tavernier starb am 25. März in Sainte-Maxime.

lob
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