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NEU IN DEUTSCHLAND Beschreibung eines Kampfes (Israel).

aus DER SPIEGEL 40/1962

Dieser beste und bedeutungsvollste Dokumentarfilmbeitrag über Israel wurde bereits im Sommer vergangenen Jahres auf den Berliner Filmfestspielen mit einem Goldenen Bären dekoriert. Seine Länge von nur 57 Minuten, der Gegenstand seiner Betrachtung (mit Rückblenden in die KZ-Zeit) und eine einmalige Vorführung des Farbfilms im Fernsehen mögen dazu beigetragen haben, daß sich erst jetzt ein deutsches Lichtspieltheater (in Westberlin) bereit fand, den Film aufzuführen. Das avantgardistische Opus, mit dem der 40jährige Franzose Chris Marker eine neuartige, dem Essay verwandte Form des Dokumentarfilms präsentiert, erschöpft sich nicht in bunten Reise-Impressionen (wie die deutsche Israel-Reportage »Paradies und Feuerofen"). Mit gescheitem Humor und kühler Polemik wird vielmehr die Entwicklung und Lage Israels untersucht - Skizze eines Landes zwischen Glauben und Fortschritt, Kapitalismus und Sozialismus, düsterer Vergangenheit und vager Zukunft. (Wim van Leer Productions.)

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