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Billie Eilish Allein in L. A.

aus DER SPIEGEL 36/2021
Foto:

Lillie Eiger / Guardian / eyevine / laif

Die Sängerin Billie Eilish, 19, konnte im Frühjahr 2020 nur drei Konzerte spielen, dann musste sie ihre Welttournee wegen Corona absagen. Die Enttäuschung ihrer Fans kann Eilish verstehen. Als sie selbst noch unerkannt auf Konzerte gehen konnte, liebte sie es, in der Masse des Publikums aufzugehen. In einem Interview mit dem »Guardian« bekannte sie, dass sie besonders die Mosh Pits vermisse, jene Nahkampfzonen vor der Bühne, in denen das Publikum exaltiert tanzt. Aber jetzt bringt Eilish nach ihrem neuen Album »Happier Than Ever«, das Ende Juli erschien, auch noch einen Konzertfilm mit demselben Titel heraus (auf Disney+ ab 3. September), dazu der Untertitel: »Ein Liebesbrief an Los Angeles«. Aufgenommen in der legendären Hollywood Bowl, einer Freiluftbühne, auf der schon Frank Sinatra oder die Beatles aufgetreten sind, singt Eilish die Songs ihres Albums mit Begleitung der Los Angeles Philharmoniker. Fans sind keine da – oben steht Eilish allein, manchmal mit ihrem Bruder Finneas, der sie auf der Gitarre begleitet, im Hintergrund das Orchester. Zwischen den Songs werden Animationsszenen eingeblendet: Eilish fährt als melancholische Zeichentrickfigur in einem Oldtimer durch das nächtliche Los Angeles, ihre Heimatstadt. »Es ist aufregend, dieses Konzert in der Stadt zu geben, die mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin«, sagt sie gegen Ende des Films. Und an die Fans gerichtet, die nur vor den Bildschirmen zuhören: »Wir werden uns bald wiedersehen.«

VHE
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