Zur Ausgabe
Artikel 27 / 61

NEU IN DEUTSCHLAND Blaise Cendrars: »Wind der Welt«.

aus DER SPIEGEL 6/1961

Der kurz nach der Auszeichnung mit dem Grand Prix de la Littérature Francaise am 21. Januar im Alter von 73 Jahren verstorbene, einst surrealistische Dichter, Franzose Schweizer Abstammung, mit bürgerlichem Namen Frédéric Sanser-Hall, Freund Picassos, Modiglianis und Utrillos, gibt hier zwar keinen durchlaufenden Bericht von seinem Globetrotter-Leben, das ihn in vielerlei Berufe, in die Fremdenlegion, aber auch unter die Millionäre geführt hat, doch tritt er in dieser verkappten Autobiograaphie meist als Held, stets als Erzähler in einer Reihe von Kurzgeschichten auf, die von Seefahrt, Liebe, Krieg und Jagd in allen Ländern der Erde handeln. Cendrars ist zu seinen Erlebnissen nicht von Abenteurer-Sehnsucht getrieben worden, sondern von der Lust an außergewöhnlichen Eindrücken, die sich sprachlich in einer Fülle farbkräftiger, mitunter impressionistischer Bilder manifestiert. (Karl Rauch Verlag, Düsseldorf; 304 Seiten; 16 Mark.)

Zur Ausgabe
Artikel 27 / 61
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.