Zur Ausgabe
Artikel 65 / 68
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Gestorben Bob Rafelson, 89

aus DER SPIEGEL 31/2022
Foto:

©TriStar Pictures/Courtesy Everett Collection / Everett Collection / picture all

Der Produzent und Regisseur war einer der wichtigsten Vertreter einer neuen Generation von Filmemachern, die Hollywood in den Sechziger- und Siebzigerjahren grundlegend veränderten. Er und Weggefährten wie Martin Scorsese oder Francis Ford Coppola wollten individuellere, härtere, realitätsnähere Geschichten erzählen, und sie wollten auch darüber entscheiden, wie sie sie erzählen. Rafelson kam über das Fernsehen zum Film. Sein erster großer Erfolg war die 1966 gestartete TV-Serie »Die Monkees«, die vom Aufstieg einer Popband handelt. Einige der für die Serie komponierten Songs wie »I’m a Believer« wurden Hits. Mit seinen Produktionsfirmen stellte Rafelson Klassiker des New-Hollywood-Kinos her, darunter den Kassenschlager »Easy Rider« (1969) oder auch »Die letzte Vorstellung« (1971). Als Regisseur drehte er mehrfach mit seinem Freund Jack Nicholson, so etwa »Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst« (1970), die Geschichte eines talentierten Musikers aus gutem Hause, der mit seiner Familie gebrochen hat und sich als Ölarbeiter verdingt. Die Figuren in seinen Filmen hätten oft mit der »Bürde der Tradition« zu kämpfen, charakterisierte Rafelson sein Werk. Aus der Zusammenarbeit mit Jack Nicholson ging auch sein Film noir »Wenn der Postmann zweimal klingelt« (1981) hervor. Vor 20 Jahren beendete er seine Karriere. Bob Rafelson starb am 23. Juli in Aspen, Colorado.

LOB
Zur Ausgabe
Artikel 65 / 68
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.