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Bohms »Der kleine Staatsanwalt«

aus DER SPIEGEL 19/1987

Nach dem Kino verzehren sich die deutschen Filmemacher, doch das tägliche Brot reichen ihnen die vielen Fernsehanstalten. Hark Bohms »Der kleine Staatsanwalt« lief zwar unter Applaus im Programm der Berlinale, doch er trägt die Handschrift einer NDR-Koproduktion: Nahaufnahmen, Dialoglastigkeit, Kolportage, Möwen im Abendlicht Hamburg als Synonym fürs Tor zur Welt. Bohm erzählt in seinem Film, der dieser Tage in einige Kinos kommt, von einem scheuen Staatsanwalt, der einem Baulöwen das Handwerk legen will: Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz und das Vertrauen, der Boß kurvt derweil ungerührt im Jaguar umher, im Gegenlicht erscheint eine keusche Polizistin. Mit seiner kleinen »rabenschwarzen Juristen-Komödie« (Münchner,'Abendzeitung") hat sich der gelernte Jurist und Darsteller Bohm ("Lili Marlen") als einer der letzten Autorenfilmer Bohm schrieb das Buch führte Regie und spielt die Hauptrolle - erwiesen.

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