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Chanson Bomben in Baden-Baden

aus DER SPIEGEL 6/1996

Thomas Pigor, im vergangenen Jahr emphatisch begrüßter Komet am trüben Himmel des deutschen Chansons, bringt seine erste CD heraus. »Pigor singt«, lautet der lapidare Titel, »Salon-Hip-Hop« nennen der Sänger und sein Pianist Benedikt Eichhorn ihre Kunst. Pigor, bekannt geworden als Musical-Texter und Schauspieler der Berliner Theatergruppe »College of Hearts«, beweist auch als Song-Schreiber seine alliterative Begabung, wenn er beispielsweise »bedeutende Bankgebäude« durch »Bomben in Baden-Baden« zu Bruch gehen läßt. Bisweilen ringsgwandelt der Entertainer Pigor, aber das schadet nicht. Was fehlt beim Genuß der CD, ist sein Anblick. Ohne seine Bühnenshow als zappliger Fiesling im Schmuddel-Sacko sind Pigors Lieder Einwegware. Hören und wieder vergessen - was soll daran Sünde sein? Recht hat sie, die Berlinerin, die auf der CD über den Sänger urteilt: »Nur live is er rüschtüsch« (Thomas Pigors Tournee beginnt am 8. Februar in Halle).

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