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Boy George Alte Liebe, neuer Ärger

aus DER SPIEGEL 14/2022
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Photoshot / picture alliance

Der Musiker Boy George, 60, Frontmann der Band Culture Club, wird von seinem ehe­maligen Schlagzeuger Jon Moss verklagt. Dieser wirft Boy George, mit bürgerlichem Namen George Alan O’Dowd, vor, ihn um Tourneeeinnahmen betrogen zu haben. 2018 hatten die beiden noch zusammen das Album »Life« ver­öffentlicht, doch bei der anschließenden Tournee war Moss nicht mehr dabei. Nun stellte dieser in einer dreistündigen Anhörung vor einem Londoner Zivilgericht dar, wie er im Sep­tember 2018 nach 37 Jahren aus der Band »rausgeworfen« worden sei. Moss fordert eine Nachzahlung von rund 200.000 Euro. Boy George erschien nicht vor Gericht, ließ aber über die Website »PinkNews« verlaut­baren, die Anschuldigungen seien »absolut unbegründet und schmerzhaft«. Er und Moss waren zeitweise ein Liebespaar, Boy George nannte die Beziehung »eine der größten ungeklärten Romanzen des Jahrhunderts«. Der Sänger stand schon mehrfach als An­geklagter vor Gericht und war 2009 zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er einen Mann gegen dessen Willen beim Sex gefesselt und geschlagen hatte. Er saß aber nur vier Monate ab. Ein Spielfilm über das Leben des Sängers, der in den Acht­zigerjahren mit androgynen Auftritten bekannt wurde und mit Culture Club Hits wie »Do You Really Want To Hurt Me« und »Karma Chameleon« hatte, ist schon seit einigen Jahren in Planung. Stoff genug sollte es geben.

lob
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