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Brancusi-Atelier rekonstruiert

aus DER SPIEGEL 31/1977

Als der Rumäne Constantin Brancusi, Klassiker der modernen Skulptur, 1957 starb, hatte er 54 Jahre lang in Paris gelebt, die letzten 32 immer im selben Atelier am Montparnasse. Dankbar vermachte er die Ausstattung dieses Domizils (selbstgebaute Möbel, eine geschnitzte Türeinfassung sowie viele Brancusi-Plastiken) der Wahlheimat -- mit einer Klausel freilich, die nun erst korrekt erfüllt wird: Auf dem Platz vor dem Pariser Centre Beaubourg ist das inzwischen zerstörte (und bislang im Musée National d'Art Moderne mangelhaft imitierte) Brancusi-Atelier nach Photos und Erinnerungen historisch getreu nachgebaut und eingerichtet worden. In dem für jeweils 15 Personen zugänglichen Brancusi-Lebensraum fühlte sich »Le Monde«-Kritiker Jacques Michel zwischen redenden Steinen »wie auf einem Ausgrabungsfeld«.

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