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Brandt-Bücher

aus DER SPIEGEL 39/1972

»Das Buch war nicht für einen Wahlkampf geplant, sollte es aber hineingeraten, so liegt sein besonderer Wert vielleicht darin, daß es unabhängig davon entstanden ist«

-- Dagobert Lindlau schreibt es im Vorwort zu dem von ihm herausgegebenen Sammelband »Dieser Mann Brandt ... Gedanken über einen Politiker« (Kindler; 208 Seiten; 18 Mark). Die Gedanken stammen von 35 Wissenschaftlern, Künstlern und Schriftstellern von Picht über Böll und Will Quadflieg bis Golo Mann. Ein Böll-Gedanke: »Hätte das Wort plebs nicht immer noch einen Beiklang, der als kränkend empfunden werden könnte, so würde ich Willy Brandt als das bezeichnen, womit ich mich selbst ohne weiteres bezeichnen werde: als Plebejer.« Die Lindlau-Anthologie ist nicht das einzige Brandt-Buch, das zum Neuwahl-Kampf gerade zurecht kommt: Mitte Oktober greift Hoffmann und Campe ein -- mit 30 000 Exemplaren »Was hält die Welt von Willy Brandt«. Das Paperback enthält internationale Brandt-Beurteilungen und eine Analyse des gewandelten Deutschen-Bilds im Ausland.

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