Für rund 500 Millionen Dollar Bruce Springsteen verkauft Musikrechte an Sony

Es könnte der größte Deal sein, der bisher für das Werk eines Künstlers abgeschlossen wurde: Bruce Springsteen hat laut »New York Times« die Rechte an seiner Musik für eine halbe Milliarde Dollar verkauft. Er folgt damit einem Trend.
Bruce Springsteen bei einem Konzert 2019 in New York

Bruce Springsteen bei einem Konzert 2019 in New York

Foto: Bryan Bedder / Getty Images

Rock-Ikone Bruce Springsteen hat laut anonymen Quellen im Gespräch mit Billboard und »New York Times«  seinen gesamten Rechtekatalog an Sony Music für 500 Millionen US-Dollar verkauft. Der Verkauf, der seine aufgenommenen Werke und sein Songwriting umfasst, wird Sony die Eigentumsrechte an einen der am meisten bewunderten Werke im Pop- und Rockbereich geben: über 300 Songs aus 20 Studioalben und anderen Veröffentlichungen.

Es handele sich um einen »Mega-Deal«, der den Musikkatalog des US-Künstlers sowie sein Werk als Songwriter umfasse, berichtete die »New York Times«, die sich dabei auf zwei mit der Vereinbarung vertraute Personen berief. Der Wert des Deals, der Rechte an Hits wie »Born In The U.S.A« sowie »Blinded by the Light«umfasse, werde auf 500 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 442 Millionen Euro) geschätzt und könne sogar noch höher liegen, schrieb das Blatt. Zunächst hatte das Branchenmagazin »Billboard« berichtet.

Es handele sich womöglich um den größten Deal, der bisher für das Werk eines einzelnen Künstlers abgeschlossen worden sei, hieß es weiter in der »New York Times«. Ein offizielles Statement von Sony oder Springsteen lag zunächst nicht vor. Vertreter des Musikkonzerns und des Künstlers, der von Millionen Fans »The Boss« genannt wird, lehnten eine Stellungnahme zunächst ab, schrieb die Zeitung. Die Vereinbarung zum Verkauf wurde demnach in den vergangenen Wochen abgeschlossen. Einzelheiten zu den Bedingungen seien nicht bekannt.

Springsteen, der aus dem US-Bundesstaat New Jersey stammt und seine Karriere in den Siebzigerjahren begann, gilt mit 20 Grammys und vielen Nummer-eins-Alben als einer der erfolgreichsten Rockmusiker der Welt.

Immer mehr Musiker trennen sich gerade ganz oder in Teilen von ihren Songrechten – etwa Paul Simon, Neil Young oder Bob Dylan. Die Gründe sind unter anderem sinkende Tonträgerverkäufe und wegen der Pandemie wegbrechende Konzerteinnahmen – während Erlöse aus dem Streaming- und Serien-Boom für die Branche wertvoller werden.

nga/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.