Netzwerk Wissenschaftsfreiheit Wissenschaftler schließen sich gegen »Cancel Culture« zusammen

70 deutschsprachige Forscher bemängeln, an vielen Universitäten sei ein Klima entstanden, in dem abweichende Meinungen nicht mehr toleriert würden. Sie werben für eine offenere Debattenkultur.
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Sie monieren eine »zunehmende Verengung von Fragestellungen, Themen und Argumenten in der akademischen Forschung«, wie es in ihrer Pressemitteilung heißt – 70 Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum haben sich zu dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit zusammengeschlossen.

Zu den Forschern gehören unter anderem der Historiker Andreas Rödder, die Politikwissenschaftlerin Ulrike Ackermann und die Migrationsforscherin Sandra Kostner, die als Sprecherin fungiert.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, vielerorts sei an den Universitäten ein Klima entstanden, in dem abweichende Positionen und Meinungen an den Rand gedrängt und moralisch sanktioniert würden. Die Wissenschaftler schreiben: »Cancel Culture und Political Correctness haben die freie und kontroverse Debatte auch von Außenseiterpositionen vielerorts an den Universitäten zum Verschwinden gebracht.«

Mit ihrem Appell und der Gründung des Netzwerkes, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wollen sie die Voraussetzungen freiheitlicher Forschung und Lehre verteidigen und sich für eine von Sachargumenten und gegenseitigem Respekt geprägte Debattenkultur einsetzen.

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