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Charles Mingus' Nachlaß

aus DER SPIEGEL 31/1979

Charles Mingus saß schon todkrank im Rollstuhl, als er die Aufnahme für seine letzte Platte leitete: Ein »außergewöhnliches Testament« nennt die »New York Times« die jetzt erschienene LP »Mc, Myself, An Eye«. Sie beweist noch einmal den Ideen-Reichtum des im Januar verstorbenen amerikanischen Jazzbassisten und Komponisten: Er schafft überraschende Klangfarben mit einer Big Band, in der Musiker aus drei Generationen trotz Arrangements viel Improvisations-Freiheit haben. Ein weiteres Vermächtnis ist die Platte »Mingus«, auf der sich die Rock-Poetin Joni Mitchell mit viel Mut auf Jazz-Terram wagt: Vor seinem Tod hatte Mingus der Sängerin Stücke komponiert, die sie, mit eigenen Texten und um Jazz-Phrasierung bemüht, nun als Hommage an den großen Musiker präsentiert.

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