Erinnerungskultur Konzeptkünstler Christian Boltanski ist tot

Er arbeitete mit Installationen und Fotografie: Christian Boltanski ist im Alter von 76 Jahren gestorben. In seinen Arbeiten machte er immer wieder die Judenvernichtung in der NS-Zeit zum Thema.
Christian Boltanski (1944–2021)

Christian Boltanski (1944–2021)

Foto:

Miguel Riopa / AFP

Immer wieder ging es bei den Arbeiten von Christian Boltanski um das Erinnern. Er zeigte Techniken, Vergangenes und Ausgelöschtes zu vergegenwärtigen. Er thematisierte aber auch das Vergessen.

Für den 1944 in Paris geborener Sohn eines jüdischen Vaters war das Thema Holocaust zentral. Immer wieder griff er es für seine Werke auf. Boltanski nutzte die Mittel der Fotografie, er betätigte sich als Bildhauer, meist aber schuf er Installationen. Er galt als Autodidakt.

In Deutschland wurde er früh bekannt. Bereits Mitte der Siebzigerjahre wirkte er auf der Documenta in Kassel mit. In der Völklinger Hütte ist eine Dauerinstallation von ihm zu sehen.

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch unter Verweis auf den ehemaligen Leiter des Museums für Moderne Kunst im Pariser Centre Pompidou, Bernard Blistène, berichtete, starb Christian Boltanski im Alter von 76 Jahren in Paris.

cbu/dpa/AFP