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NEU IN DEUTSCHLAND CIinch auf der Couch

aus DER SPIEGEL 52/1966

Das gewisse Etwas der Frauen (Deutschland/Frankreich/Italien). Der in Lebenslustspielen erfahrene Regisseur Luciano Salce, 47, geht auf den gemeinsamen Markt: Roberto (TV-Robinson Robert Hoffmann) lernt die Liebe bei Kino -Künstlerinnen aller Länder.

Unter der Gemeinschaftsdusche gibt ihm eine Internats-Direktorin (Sandra Milo) die erste Lektion. Eine resche Rallye-Fahrerin (Elsa Martinelli) läßt ihn beifahren, zum Sex-Star (Anita Ekberg) darf er auf die Groß-Couch steigen, eine Baronin (Nadja Tiller) mit Pop -Boutique und Sade-Tick wirft ihn ins Heu, und eine Atomphysikerin (Michèle Mercier) zieht ihn weltflüchtig in den Rokoko-Pfühl - ihre Reaktion: »Ich vergesse die Kernspaltung.«

Bei der Nichte (Romina Power) einer greisen Vedette (Zarah Leander) gehen Robertos Lehr- und Wanderjahre zu Ende. Er heiratet.

Salces banaler, bunter Luxusfilm will auch kritteln - Robertos Frauen sollen als Marken-Artikel und Sex-Klischees decouvriert werden. Aber weil die Clinch-Künstlerinnen nicht noch spielen können, was sie schon repräsentieren, enthüllen sie durch bloßes Ablegen.

Denn »eine Frau besitzt jenes gewisse Etwas«, sagt der Regisseur, »wenn sie sich auf die Kunst versteht, die Männer durch die Vielfalt ihrer weiblichen Listen anzulocken und zu erobern«.

Romina Power in »Das gewisse Etwas": Lieben auf dem gemeinsamen Markt

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