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Cooder-Rock im Digital-Sound

aus DER SPIEGEL 34/1979

Mit seiner süffigen Slide-Gitarren-Begleitung hatte der kalifornische Rock-Instrumentalist Ry Cooder schon Plattenaufnahmen berühmterer Kollegen veredelt. Bei Randy Newman, den Rolling Stones oder Little Feat war Cooder dabei, dem größeren Publikum jedoch blieb er trotz positiver Kritiken weitgehend unbekannt. Mit seiner achten eigenen LP (Titel: »Bop Till You Drop") könnte er jetzt den Status des Geheimtips überwinden. Der tiefschwarze Rhythm & Blues des Weißen Cooder wirkt aufrichtig und ungespreizt, seelenvolle Musik pulsiert durch die neun Stücke der Platte, die -- eine Spezialität für HiFi-Fans im Digital-Verfahren aufgenommen wurde. Die technische Brillanz der Aufnahme rückt die gefühlvollen Filigran-Klänge der Cooderschen Gitarre und die Gospel-Inbrunst der Gesangspartien noch näher ans Hörer-Gemüt. Eine perfekte Rockplatte -- eingängig, aber nie banal, fröhlich und voller Kraft.

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