Zur Ausgabe
Artikel 60 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Gestorben Cornelia Hahn Oberlander, 99

aus DER SPIEGEL 22/2021
Foto: Susan Cohen / dpa

Für die »New York Times« war sie die »Grande Dame der Landschaftsarchitektur«. Den Wunsch, Parks anzulegen, entwickelte Cornelia Hahn bereits als Schülerin in Mülheim an der Ruhr, dort war sie im Juni 1921 zur Welt gekommen. Ihr Vater, ein Ingenieur, starb früh, ihre Mutter war Gärtnerin. Sie verließ Deutschland 1938 mit ihren beiden Töchtern, kurz nach den antisemitischen Ausschreitungen im November des Jahres. In den USA – und dort an der Universität Harvard – studierte Hahn wie erträumt Landschaftsarchitektur. Mit ihrem Mann, dem Architekten und Stadtplaner Peter Oberlander, zog sie 1953 nach Vancouver, bekam drei Kinder – und arbeitete immer weiter. Landschaftsarchitektur sei Kunst und gleichermaßen Wissenschaft, sagte sie. Oft kooperierte sie mit Architekten, begrünte Neugebautes, schuf innerstädtische Oasen mit hängenden Gärten und grünen Dächern, als die noch nicht in Mode waren. Ihr Stil war klar und modern, aber keineswegs kühl. Sie hat viele Auszeichnungen erhalten und lobte gegen Ende ihres Lebens selbst einen Preis aus. Cornelia Hahn Oberlander starb am 22. Mai in Vancouver.

uk
Zur Ausgabe
Artikel 60 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.