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Das Auto in der Kunst

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aus DER SPIEGEL 33/1986

Zunächst sollte eine Riesenplastik des italienischen Bildhauers Franco Reggiani, die ein rasant gestyltes Automobil auf Stelzen zeigt, vor dem Münchner Haus der Kunst auf die Ausstellung »Das Automobil in der Kunst« (bis 5. Oktober) aufmerksam machen - doch wegen Verkehrsgefährdung wurde die dann hinter das Museum verbannt. Anlaß für den Auto-Kunst-Salon ist der schon reichlich abgefeierte 100. Geburtstag der Benzinkutsche. Toulouse-Lautrec und Salvador Dali, Rene Magritte, Andy Warhol und viele andere haben irgendwann Auto-Kunst gemacht, und die Aussteller haben keine Kosten gescheut, um dies durch Leihgaben aus aller Welt zu belegen. Dazu hat Ausstellungsleiter Reimar Zeller, pensionierter Pfarrer aus Heidelberg, der erst im letzten Jahr ein Buch zum gleichen Thema veröffentlicht hat, einen 352 Seiten starken Katalog herausgegeben, in dem er »Kulturen, Installationen und Happenings in veloziferischem Zeitalter« beschreibt. Weitere Autoren lassen sich über »das Auto und das schöne Mädchen«, »das Kraftfahrzeug und die Architekten« oder über »Auto, Gesellschaft und Kunst« aus. Das Auto für Giacometti? »Was für eine absonderliche Parodie auf ein lebendes Wesen!«

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