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NEU IN DEUTSCHLAND Das große Liebesspiel (Deutschland/Österreich).

aus DER SPIEGEL 47/1963

Mit Arthur Schnitzlers

»Reigen«, versichert der Verleih, habe der Film - er sollte ursprünglich »Reigen 63« heißen - »nur den dramaturgischen Bogen gemein«. Das ist wahr. Ihm eignet weder der enthüllende Witz noch der melancholische Charme des Stückes und seiner Verfilmung durch Max Ophüls. Teils neckisch, teils wichtigtuerisch präsentieren Regisseur Alfred Weidenmann und sein Szenarist Herbert Reinecker das promiskuese Treiben ihrer Helden. Mit biedermännischem Augenzwinkern servieren sie bundesdeutsche Hausmannskost. Will man ihnen glauben, regiert nichts als undifferenziertes Trieb- und Gewinnstreben die Beziehungen der Geschlechter. Erotische Spannung kommt denn auch in keiner der zwölf Episoden auf. Der Bezug auf zeitgenössische Realitäten bleibt auf gequälte Scherze beschränkt.

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