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NEU IN DEUTSCHLAND Das Riesenrad (Deutschland).

aus DER SPIEGEL 39/1961

Nach achtjähriger Trennung fand sich des deutschen Films einstmaliges »Liebespaar Nr. 1«, Maria Schell und 0. W. Fischer, zu einem Ehespiel: Schell-Tränen und Fischer-Nuscheln sollten noch einmal Jan de Hartogs Komödie »The Four Poster« über Glück und Gram einer Ehe zu Kinoruhm führen, nachdem Lilli Palmer und Rex Harrison das schon 1952 in Hollywood ("Das Himmelbett") besorgt hatten. Filmautor Ladislas Fodor verlegte den Ort der Handlung aus dem amerikanischen Schlafgemach in mancherlei Wiener Behausungen und erweiterte das Bühnenstück durch konventionelle Späße und langweilige Rührseligkeiten. In den tränenfreien Filmpassagen kichert und albert Maria Schell bis zu ihrem Film-Tod durch Blutkrebs; 0. W. Fischer als Film-Gatte überschreitet die Grenze des Erträglichen erst in der letzten Szene: Mit eisgrauem Schnurrbart und Silberhaar verscheidet er erinnerungstrunken im Riesenrad des Wiener Praters. (CCC -Film-Production.)

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