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AUSWAHL »Das Tagebuch und der moderne Autor«.

aus DER SPIEGEL 10/1966

Der Dichterin Marie Luise

Kaschnitz gilt das Tagebuch als »Zuchtrute«, dem Romancier Elias Canetti als »Beruhigungsmittel«, dem Autor Wolfgang Koeppen als »unlauterer Geschäftsbericht«. Atom-Apokalyptiker Günther Anders schreibt ein apokalyptisches »Nachtbuch«, Hans Werner Richter schreibt gar keines. Die acht Literaten-Essays machen klar: Das intime Journal, laut Arno Schmidt »einer der Abarter der Literatur«, hat im 20. Jahrhundert viele unbeschriebene Blätter. Beichte und Autosektion, von Rousseau einst gepriesen, sind unmodern. (Hanser; 132 Seiten; 6,80 Mark.)

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