Maki Kaji Der »Vater des Sudoku« ist tot

Erfunden hat's ein Schweizer, populär gemacht hat es ein Japaner: Maki Kaji steht hinter dem weltweiten Erfolg des Zahlenrätsels Sudoku. Er hat ihm auch seinen Namen gegeben. Nun ist Kaji im Alter von 69 Jahren gestorben.
Maki Kaji im September 2012

Maki Kaji im September 2012

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YASUYOSHI CHIBA / AFP

Das Zahlenpuzzle-Spiel ist längst zum weltweiten Breitensport fürs Gehirn geworden, er hat es so gestaltet, dass es für alle, die nicht allzu viel nachdenken wollen, leicht zu lösen ist: Maki Kaji ist tot. Wie der von ihm gegründete Verlag Nikoli mitteilte, starb der Japaner am 10. August nach langer Krebserkrankung. »Herr Kaji war als Vater des Sudoku bekannt und wurde von Rätsel-Fans auf der ganzen Welt geliebt«, erklärte der Verlag. Der Familienvater wurde 69 Jahre alt.

Das Prinzip des Sudoku, eine Art numerisches Kreuzworträtsel, wurde im 18. Jahrhundert vom Schweizer Mathematiker Leonhard Euler erfunden. Kaji hatte jedoch maßgeblich dazu beigetragen, dass das Rätsel berühmt wurde. Als Studienabbrecher, der in einer Druckerei arbeitete, bevor er 1983 Japans erstes Rätselmagazin gründete, nahm Kaji Hinweise aus einem bestehenden Zahlenrätsel auf, um Mitte der Achtzigerjahre das zu entwickeln, was er später »Sudoku« nannte. Eine Abkürzung des japanischen Satzes »Suji wa dokushin ni kagiru«, in etwa: »jede Zahl muss einzeln sein«.

Außerhalb Japans wurde die Zahlenknobelei populär, nachdem unter anderen die britische »Times« auf Hinweis eines Japan-Rückkehrers begonnen hatte, es zu drucken. Seit 2006 findet jährlich eine Weltmeisterschaft statt.

»Es ist wie eine Schatzsuche. Es geht nicht darum, ob man damit Geld verdienen kann, sondern nur darum, dass es spannend ist, es zu lösen.«

Puzzle-Fan Maki Kaji

Mithilfe der Leserinnen und Leser seines vierteljährlich erscheinenden Rätselmagazins hat Kaji zahlreiche Rätsel entwickelt und verfeinert, bis er im Juli aus gesundheitlichen Gründen von der Leitung seines Verlags zurücktrat. »Ich bin wirklich gerührt, wenn ich eine neue Idee für ein Puzzle sehe, die viel Potenzial hat«, sagte er 2007 der BBC. Das Geheimnis, ein gutes Puzzle zu erfinden, bestehe darin, die Regeln einfach zu gestalten: »Es ist wie eine Schatzsuche. Es geht nicht darum, ob man damit Geld verdienen kann, sondern nur darum, dass es spannend ist, es zu lösen.«

sak/dpa/Reuters/AP
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