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MUSEEN Deutsche nach Arabien

aus DER SPIEGEL 22/2008

Als der Louvre ging und die Franzosen das Gewissen plagte, gab es noch Häme. Jetzt gehen auch die deutschen Museen an den Persischen Golf: Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Staatlichen Museen zu Berlin werden mit Menschen, Know-how und »physischer Präsenz«, wie es am Golf heißt, beim Aufbau eines »Universalmuseums« in Dubai helfen. Am Mittwoch wollen die drei Direktoren die Kooperation bekanntgeben - erst in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, dann in Dresden: »Wir sind stolz«, so Reinhold Baumstark, Generaldirektor der Bayerischen Sammlungen, »die Meisterwerke aus München bald in Dubai zu zeigen, auf einer wahrhaft globalen Bühne.« Organisiert hat den Kulturexport Michael Schindhelm, Direktor der Dubai Culture and Arts Authority. Er hält die Deutschen für sehr geeignet, ein neues Museum aufzubauen; die gelungene Zusammenführung ost- und westdeutscher Bestände prädestiniere sie als Geburtshelfer »des größten vereinigten Kunstmuseums der Welt«. Anders als die Niederlassungen von Guggenheim und Louvre in Abu Dhabi soll das Universalmuseum in Dubai nicht mit einem einzelnen Markennamen prunken; gedacht sei an eine Kooperation mit Instituten, die sich schon heute »Universalmuseen« nennen: der Eremitage in St. Petersburg, dem Metropolitan Museum in New York, dem Britischen - und den drei deutschen Museen.

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