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Die Isolation des Tänzers

aus DER SPIEGEL 6/1983

Tanz, wie Tänzer ihn erfahren - als Bewegung, durch Sprache, in den Ritualen ihres isolierenden Tageslaufs: Das ist der Inhalt eines »Stückes über Ballett«, mit dem Titel »Gänge«, das vom Ballett-Ensemble der Oper Frankfurt geschrieben und erarbeitet wurde. Die Choreographen William Forsythe, den die »New York Times« neben Pina Bausch den führenden Vertreter des neuen europäischen Tanztheaters nannte, und Michael Simon wollen die Geschichte des Balletts erzählen, Schritte und Bewegungsmuster im historischen Kontext zeigen. Bei den Proben bedienten sie sich der Mittel des Films: Aus einer Fülle von Video-Takes wurde die endgültige Fassung zusammengeschnitten und mit den Tänzern und Tänzerinnen auf die Bühne gestellt. Der Musik von Thomas Jahn widerfuhr elektronische Verfremdung - Ziel war es, ein suggestives Klangbild herzustellen, das es möglich macht, Musik räumlich zu hören. Das Ganze will auch als Forschungsprojekt zum Thema Ballett verstanden sein und ist mit dem Zeitpunkt der Premiere (27. Februar) noch nicht abgeschlossen.

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