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Kino in Kürze »Die Liebe der Charlotte Gray«

aus DER SPIEGEL 52/2002

. Dass die Liebe in Zeiten des Krieges besonders heiß lodert, wissen Rührromanschreiber rund um die Welt zu schätzen. Doch gerade Rührromanleserinnen, so zeigt sich, scheuen im Kino das Genre des Kriegsfilms. Die Erfahrungsregel, dass verfilmte Kriegsbestseller mit weiblicher Hauptfigur meistens als Blindgänger enden, hat sich in Amerika auch am betrüblichen Fall der Charlotte Gray bestätigt, die sich doch als britische Agentin in der französischen Résistance sehr tapfer geschlagen hat: Der deutsche Verleih gönnt der Verfilmung des Bestsellers von Sebastian Faulks in diesen Tagen ein stilles Begräbnis - sie läuft am zweiten Weihnachtstag an -, und nur treue Cate-Blanchett-Fans müssen ein paar Tränen verdrücken angesichts der Frage: Wann endlich wird ihr Idol nach einer wahren Strähne von Flops wieder einmal so strahlend groß herauskommen wie als Kleinstdarstellerin im »Herrn der Ringe«?

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