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Billy Porter Die Spielregeln geändert

aus DER SPIEGEL 43/2021
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D. Bredosian / snapshot-photography / Future Image / SZ Photo

Mittlerweile kann man sich kaum eine Met-Gala oder Oscar-Party vorstellen, bei der Billy Porter, 52, nicht das Internet zum Glühen bringt. Der Schauspieler und Musiker wird im Netz für seine extravaganten Outfits gefeiert. Bei so viel Begeisterung vergisst man fast, dass der Ruhm für Porter noch ziemlich neu ist: Mit der Serie »Pose« wurde er international bekannt, da war er schon in den späten Vierzigern. Ob er selbst sich früher vorstellen konnte, dass er mal so berühmt wird? »Nein, weil ich schwul bin«, sagt Porter in einem Interview mit der »Sunday Times«. »Mir wurde gesagt, dass meine Queerness ein Handicap sei und dass ich niemals so erfolgreich werden würde, wie ich es jetzt bin.« Porter ist homosexuell, an HIV erkrankt und wurde als Kind sexuell missbraucht. Das erzählt er in seinen Memoiren, die nun erschienen sind. Da in letzter Zeit immer häufiger Männer in Kleidern auf roten Teppichen auftauchen, etwa Harry Styles, stellt Porter klar, auf wen der Trend zurückgeht: »Ich. Persönlich. Habe. Die. Spielregeln. Geändert. Und da geht es nicht um mein Ego, es ist einfach eine Tatsache.«

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