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Kino in Kürze »Die Wonderboys«.

aus DER SPIEGEL 44/2000

Dem Manne muss geholfen werden: Seine dritte Frau ist ihm abgehauen, seine Geliebte ist drauf und dran, das Gleiche zu tun, und seinen Roman kriegt er - nach 2000 voll gekritzelten Seiten - auch nicht fertig. Eine Serie von Blamagen und unvorhergesehenen Zwischenfällen zwingt den Pittsburgher Literaturprofessor Grady Tripp (mit verlebtem Akademikercharme: Michael Douglas) dazu, sich von der haschumwölkt-zerstreuten Attitüde zu verabschieden, hinter der er seine Lebensuntüchtigkeit versteckt hat. Statt die Krise seines lethargischen Helden aber als saftige Screwball-Komödie zu servieren, macht Regisseur Curtis Hanson ("L. A. Confidential") auf halber Strecke ins Chaos einen Rückzieher. So wird aus Tripp am Ende ein besserer Mensch - und aus »Wonderboys« ein schlechterer Film.

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