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Edwards-Komödie »Micki und Maude«

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aus DER SPIEGEL 37/1985

Micki, Maude und Rob hören alle auf den Namen Salinger, weil Rob (Dudley Moore) zwei Frauen das Jawort gegeben hat. So gerecht teilt der Bigamist seine Liebe und Temperamente unter den beiden Schönen (Ann Reinking und Amy Irving) auf, daß sie (quasi) zur gleichen Zeit schwanger werden, sich am selben Ort, Wand an Wand, den gynäkologischen Untersuchungen unterziehen sowie, Logik der Komödie, am selben Tag, Zimmer an Zimmer, mit zwei Töchtern niederkommen. Bis dahin stehen dem immermüden Nimmersatt und seinen beiden ahnungslosen Ehefrauen in Blake Edwards' neuestem Film »Micki und Maude« noch etliche Bravour-Nummern bevor. Rar, wie erhellende Blitze, fallen diese Gags von einem ansonsten grauen Ehealltagshimmel. Edwards' Satire auf das Bigamietabu, seinem leichten Spiel mit den Geschlechterrollen, bescheinigte die »New York Times« immerhin Feydeaueske Qualitäten.

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