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»Ein Gespenst verläßt Europa«

aus DER SPIEGEL 51/1990

Marx und Engels kopflos unter »magrittschen Wolkengebilden«, in Plastikfolie verpackt, am Kran-Tau schwebend - die Fotografien, schreibt der Autor Peter Voigt, »haben die satirische Provokation von Heartfields Fotomontagen, die Wirkung beginnt da, wo das Lachen vergeht«. Sibylle Bergemanns Fotoserie von der Entstehung des Marx-Engels-Denkmals auf der Ostseeinsel Usedom und der Errichtung des Monuments in Ost-Berlin wurde einst im DDR-Staatsauftrag gefertigt. Jetzt findet sie sich, List der Geschichte, in einem Buch, das mit ihren Bildern und einigen Texten des Dramatikers Heiner Müller dem Fiasko jenes vergangenen Staates und seiner Ideologie ein Denkmal setzt: »Ein Gespenst verläßt Europa« (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln; 39,80 Mark). Schöpfer des Marx-Engels-Denkmals war der (parteilose) Bildhauer Ludwig Engelhardt - sein Name ist nur im Anhang genannt.

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