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Emma Raducanu Ein Marketingtraum

aus DER SPIEGEL 38/2021
Foto:

Matt Baron / Shutterstock

Die britische Tennisspielerin Emma Raducanu, 18, zeigte sich vergangenen Montag zum mutmaßlich ersten Mal auf dem roten Teppich: bei der Eröffnung der Met-Gala in New York. Die Sportlerin, die mit ihrem historischen Sieg bei den US-Open Begeisterungsstürme ausgelöst hat, trug ein Ensemble von Chanel in Schwarz-Weiß. Das alljährliche Gala-Dinner ist ein Laufsteg für die ganz Großen aus Pop- und Modebusiness, für die Schönen und die Reichen. Raducanu gehört nun auch dazu. Sie gewann 2,5 Millionen Dollar beim Grand Slam und kann sich auf weitere Millionen freuen. Denn die über Nacht weltbekannte Sportlerin, der die Herzen nur so zufliegen, ist nun eine sehr begehrte Geschäftspartnerin für Markenhersteller aller Art. Die Internationalität der Britin dürfte ein weiterer Pluspunkt sein aus Sicht der Marketingleute. Die in Kanada geborene Tochter einer chinesischen Mutter und eines rumänischen Vaters spricht Mandarin; für ihr Tennis reist sie schon lange um die Welt, mehrmals im Jahr besucht sie ihre Großmutter in Bukarest, erzählte sie dem »Daily Express«. Wie die BBC berichtet, hat Raducanu bereits Sponsorenverträge mit Nike und Wilson. Nach dem spektakulären Finale vergangenen Samstag dürften diverse Firmenvertreter Schlange stehen, um die junge Frau für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Tennisspielerinnen führen die Liste der bestbezahlten weiblichen Sportstars an, sie werben nicht nur für Turnschuhe, sondern auch für teure Uhren und andere Luxusgüter. Bleibt zu hoffen, dass Raducanu bei all dem Drängen, dem sie nun ausgesetzt ist, einen kühlen Kopf bewahrt – so wie auf dem Tennisplatz.

KS
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