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MUSIK Ekstase im Viertelton

Von Dieter Wellershoff
aus DER SPIEGEL 43/1997

Er wurde »Shahen-sha-e-qawwali« genannt, »der am hellsten strahlende Stern des Qawwali": Der pakistanische Sänger Nusrat Fateh Ali Khan war ein Superstar, nicht nur in seiner Heimat, sondern seit dem Womad-Musikfestival 1985 in England auch in der westlichen Welt. Er und sein Chor sangen sich in Ekstase, und auch seine Fans waren außer sich, wenn er auftrat. Seine Texte hatten eine tiefe Beziehung zum Sufismus, einer mystischen Bewegung des Islam. Nusrat starb mit 49 Jahren am 16. August 1997 in London an Herzversagen und hinterläßt mehr als 100 Platten, viele davon erschienen unter Peter Gabriels Label »Real World«. Die Londoner Drum'n'Bass-Szene hat nun auch diesen Ausnahmekünstler entdeckt und ihm das Remix-Album »Star Rise« mit Stücken aus seinen letzten Platten »Night Song« und »Mustt Mustt« gewidmet - für alle, denen die asiatischen Rhythmen und die Vierteltonschritte allein zu fremd sind.

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