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Kino in Kürze »Fahr zur Hölle, Hollywood«

aus DER SPIEGEL 25/1998

Dieser Film ist so schlecht, daß sein Regisseur sich geweigert hat, seinen guten Namen für die Endfassung herzugeben. Darum steht nun - statt Arthur Hiller - auf der Leinwand nach gutem alten Hollywood-Brauch jener Chiffre-Name, hinter dem sich Regisseure bei solchen Katastrophen zu verschanzen pflegen: Alan Smithee. Paradoxerweise handelt diese pseudo-dokumentarische Klamotte ausgerechnet von einem Regisseur, der wirklich Alan Smithee heißt. Dieses arme Würstchen (Eric Idle) dreht einen Kinohit, der von seinem Produzenten so verhunzt wird, daß auch der Film-Smithee seinen Namen zurückziehen will. Nur: Smithee bleibt Smithee. Aus dieser dünnpfiffigen Party-Schnapsidee von Drehbuchautor Joe Eszterhas hat Hiller, pardon: Smithee 89 Minuten Stuß herausgepreßt. Fahr zur Hölle, Insiderscherz.

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