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Fernseh-Familie: »Die Wiesingers«

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aus DER SPIEGEL 42/1984

Hoch- und Geldadel, Altkluge und Neureiche, einheimische Querdenker, Dickschädel und Grantler, eine Hinkende und allerlei Leichtfüßige sind das Personal in der TV-Serie »Die Wiesingers«, einer Art bayrische Buddenbrooks der ausgehenden Prinzregentenzeit. In zehn Teilen zu je 50 Minuten erzählen die Autoren Leopold Ahlsen und Reinfried Keilich die Geschichte einer Münchner Brauereifamilie, die durch Fleiß und Ehrgeiz während der Zeit, als München noch leuchtete, in die schillernde Gesellschaft aufstieg: Man führte ein großes Haus, war streng bayrisch, störrisch im Glauben an das Hergebrachte, lässig im Umgang mit der doppelten Moral. Mit Gespür für das bajuwarischliberale Lebensgefühl, fürs weiche Idiom, für die trügerische Harmonie des verlöschenden Zeitalters hat der österreichische Regisseur Bernd Fischerauer, ein ehemaliger Theateravantgardist, dieses Schmankerl inszeniert. Diese Woche läuft die Serie - bis auf die Nordkette - in allen Regionalprogrammen des Ersten Deutschen Fernsehens.

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