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Film

aus DER SPIEGEL 52/1971

Jesus ist ihre Zuversicht: Amerikanische Filmproduzenten haben ihr Dauerquartier am See Genezareth aufgeschlagen und drehen einen Nazarener-Film nach dem anderen. Eine Fernseh-Biographie ist schon fertig, die Broadway-Schmonzette »Jesus Christ Superstar« kommt demnächst an die Reihe (Regie: Norman Jewison), und der Folk-Singer Johnny Cash hat seine ersten 500 000 Dollar an den Heiligen Stätten schon ausgegeben. Mit einem blonden Laiendarsteller aus Ridgefield (Connecticut) und mit trampenden Jugendlichen aus England, den USA und Skandinavien dreht er einen Jesus-Film, der den Erlöser als Knaben, beim Spiel mit Gleichaltrigen und im Kontakt mit seinen Jüngern zeigt: Einer von ihnen holt ihm einen Splitter aus dem Auge. Cash: »Die Jesus-Revolution ist das Beste, was Amerika in diesem Jahrhundert passiert ist.« Brauchen die Produzenten mit einem Blick auf die Abendkasse nur noch Amen zu sagen.

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