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Film: Mollers Hitler, zum dritten Male

aus DER SPIEGEL 17/1976

»Jedes Land hat ein anderes Hitler-Bild«, sagt der deutsche Schauspieler Gunnar Möller, »und die Tschechen haben ein besonders dämonisches.« In einem dreiteiligen Kolossal-Film, mit dem Prag die Jahre 1938 bis 1945 vaterländisch aufbereitet, spielt der blonde Möller den Führer -- frappant in der Maske und schön finster. Teil I und II ("Tage des Verrats«, »Die Schlacht bei Sokolovo") sind fertig; »Der Aufstand von Prag« wird gerade gedreht und zeigt Möller als Grübel-Hitler in den letzten Stunden der Reichskanzlei. Möller, der den Gröfaz »spielt, nicht nachmacht«, erreichte, daß sein Part nicht tschechisch synchronisiert wird. Sein Argument: »Glauben Sie, daß der Teufel tschechisch spricht?«

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