Im Trailer zu einem Dokumentarfilm Til Schweiger irritiert mit Impfaussagen

Für provokante Äußerungen ist Schauspieler und Regisseur Til Schweiger bekannt. Jetzt kritisiert er im Trailer zu einem Dokumentarfilm die Impfpolitik der Bundesregierung.
Til Schweiger gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands

Til Schweiger gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands

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Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Der erfolgreiche Schauspieler, Filmregisseur und Produzent Til Schweiger hat sich in einem Trailer zu einem Dokumentarfilm namens »Die andere Freiheit« gegen die Coronaimpfung  von Kindern positioniert.

»Für Kinder ist dieser Virus absolut harmlos, und die Gefahr von so einer Impfung, die man nicht erforscht hat, ist ungleich höher als der Virus selber, deswegen halte ich persönlich das für entsetzlich, entsetzlich finde ich das«, sagt Schweiger in dem Videotrailer.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt in Deutschland auch 12- bis 17-Jährigen die Impfung gegen das Coronavirus. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, »dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen.«

Hinter dem Dokumentarfilm stecken nach Angaben der Produktionsfirma und des Trailers die österreichischen Filmemacher Patricia Josefine Marchart und Georg Sabransky, der sich offenbar bereits länger gegen die Coronamaßnahmen engagiert. Ein Starttermin des Films ist nicht bekannt. Den Machern geht es nach Angaben auf ihrer eigens gelaunchten Website Eine-andere-Freiheit.com zufolge um »unterschiedliche Perspektiven« auf das Thema Coronaimpfungen. Diesen Komplex wollen sie »kritisch beleuchten«.

Auch der Regisseur Dietrich Brüggemann soll in dem Film auftauchen, genau wie die Schauspielerin Miriam Stein. Brüggemann war einer der Mitinitiatoren der Videoaktion #allesdichtmachen, die im April für Aufsehen gesorgt hatte und für die er und alle Teilnehmer, darunter Stein und ihr Partner Volker Bruch, von vielen angegangen worden waren.

Auch Schweiger stand vor drei Monaten in der Kritik: Damals zeigte er sich auf seinem Instagram-Account mit dem »Querdenker«-Autor Boris Reitschuster und bezeichnete ihn als seinen »Helden«. Reitschuster war mit fragwürdigen Thesen und Falschbehauptungen in der Coronapandemie aufgefallen.

nga
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