Vor dem Weißen Haus Demonstranten attackieren Kamerateam von Fox News

Bei den Krawallen in den USA richtet sich die Gewalt zunehmend auch gegen Medien. Ein Reporter wurde offenbar direkt vor dem Weißen Haus angegriffen.
Feindseligkeiten gegen ein Kamerateam von Fox News vor dem Weißen Haus (Bild vom 29. Mai)

Feindseligkeiten gegen ein Kamerateam von Fox News vor dem Weißen Haus (Bild vom 29. Mai)

Foto: TOM BRENNER/ REUTERS

Protestierende in der US-Hauptstadt Washington haben offenbar Journalisten des konservativen TV-Senders Fox News attackiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Sender selbst schrieb, ein Kamerateam um den Reporter Leland Vittert sei vor dem Weißen Haus geschlagen und von Demonstranten verfolgt worden.

Der Vorfall soll sich demnach bereits in der Nacht auf Samstag, etwa gegen 1 Uhr (Ortszeit) ereignet haben. "Wir haben ordentlich Schläge abbekommen", sagte Vittert sinngemäß gegenüber AP. Das Team wurde demnach bei einem Live-Dreh zunächst durch Schmähungen von Demonstranten gestört, bevor es die Aufnahmen abbrechen musste.

Laut Vittert war nicht durch Logos zu erkennen, dass es sich um ein Team von Fox News handelt. Im Rahmen der Demonstrationen und Krawalle nach dem mutmaßlich durch Polizeigewalt bedingten Tod des Schwarzen George Floyd waren zuletzt mehrmals Journalisten und Medienunternehmen angegriffen worden - von beiden Seiten.

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So wurde etwa vor der Zentrale des Senders CNN in der Stadt randaliert, dabei wurden Scheiben des Bürogebäudes eingeschlagen, in dem der Sender sitzt. In der Stadt Louisville griffen dagegen Polizisten eine Reporterin an.

DER SPIEGEL

Zuvor hatte die Polizei in Minneapolis ein CNN-Team stundenlang festgesetzt. Zunächst hatten die Sicherheitskräfte nach Ausschreitungen am Freitagmorgen den Korrespondenten Omar Jimenez festgenommen, dann auch seine Kollegen. "Sowas habe ich noch nie gesehen", sagte ein CNN-Moderator zu der Szene, die auf Videos zu sehen war. Inzwischen bestätigte der Sender, das Team sei freigekommen.

fek/AP
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