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»Genuss wie im Restaurant«

Roger M. Buergel, Leiter der kommenden Documenta 12, über die sinnenfrohe Einheit von Kunst und Leben, seine Forderung nach ästhetischer Brillanz und seine Zweifel an Spektakeln wie der massenhaft besuchten MoMA-Schau in Berlin
Von Mathias Schreiber, Susanne Beyer und Ulrike Knöfel
aus DER SPIEGEL 18/2004

SPIEGEL: Herr Buergel, können Sie uns erklären, weshalb wir fast schon ein schlechtes Gewissen haben, weil wir mit dem Leiter der nächsten Documenta über Schönheit sprechen wollen?

Buergel: Nein. Dafür habe ich kein Verständnis, das ist Ihr Problem, das müssen Sie mit Ihrem Analytiker besprechen.

SPIEGEL: Vielen Dank für Ihren Rat. Aber vielleicht können auch Sie uns weiterhelfen. Wir haben womöglich deshalb ein schlechtes Gewissen, weil die Documenta schon lange nicht mehr als ein Fest von Schönheit und Sinnlichkeit wahrgenommen wird. Ist Schönheit, als Maßstab für Kunst, zu trivial, zu brav oder gar zu brisant?

Buergel: Schönheit ist ja mehr denn je ein Kampfbegriff und wird von Befürwortern und Gegnern strategisch eingesetzt. Ich kann Sie beruhigen und Ihnen sagen, dass ich aus einer sehr gestandenen Ästhetik-Tradition komme, die auch mächtige Wurzeln in Deutschland hat, etwa im Deutschland der Frühromantik.

SPIEGEL: Dann sind wir ja doch bei Ihnen richtig. Wir haben den Eindruck, dass nach dem Jahrhundert-Regime des Schocks um fast jeden Preis ältere Schönheitsideale wiederkehren - nicht nur in ironischen Zi-

taten. Sind Sie einer der Protagonisten dieser Entwicklung?

Buergel: Das wäre übertrieben. Aber ich und die Künstler, mit denen ich zusammenarbeite, haben in der Tat kein Problem mehr mit dem Begriff Schönheit. Ich denke sogar, dass bei der neuen Documenta die Schönheit dominieren wird. Das stelle ich einfach dadurch her, dass ich mit sehr guten Künstlern zusammenarbeite.

SPIEGEL: Ist das Schöne für Sie Resultat einer kühlen, spröden Abstraktion - oder darf es auf Ihrer Documenta ausnahmsweise auch sinnlich und erzählfreudig zugehen?

Buergel: Sehr sinnlich sogar. Man kann sinnlich-anschaulich erzählen, aber auch sinnlich schweigen. Und als Ausstellungsmacher - und das habe ich bisher auch schon getan - kann man viel mit Licht, Farbe und Komposition zaubern, so dass ein Saal fast an ein Gemälde von John Constable erinnert. Da lässt sich ungeheuer viel herausholen, eine Atmosphäre schaffen über die Inhalte der Werke, über Statements hinaus. Viele Ausstellungsmacher haben das noch nicht begriffen. Aber die autonome ästhetische Form ist mir wichtig, auch beim Gesamtkunstwerk Ausstellung.

SPIEGEL: Welches Werk der Gegenwartskunst besticht vor allem durch Schönheit?

Buergel: Da denke ich an die phantastischen Gemälde des Berliner Malers Dierk Schmidt oder an die Fotografien von Alejandra Riera ...

SPIEGEL: ... einer Argentinierin, die auch an der vergangenen Documenta teilnahm.

Buergel: Von ihr gibt es einen Fotozyklus, aufgenommen aus einem Zug, der an der argentinisch-bolivianischen Grenze entlangfährt. Riera hat interessante Aufnahmen gemacht von den Touristen, die da im Zug fahren, und von den Indianern draußen. Die Bilder sind vollkommen undidaktisch, und sie wurden mit einer brillanten Schärfe fotografiert. Sie sind tatsächlich, was die Farbtiefe und die Komposition betrifft, sehr, sehr schön.

SPIEGEL: Das klingt so, als solle eine Ethno-Problematik hübsch verpackt an die Betrachter gebracht werden.

Buergel: Die Bilder sind doch nicht weniger schön, weil es gleichzeitig um die Schärfe einer politischen Geschichte geht.

SPIEGEL: Lange Zeit wurden von der Kunst - ganz besonders von den Werken, die auf der Documenta zu sehen waren - eher die welt- und gesellschaftskritischen Inhalte als die schöne Form verlangt.

Buergel: Sind Sie tatsächlich dieser Meinung? Ich jedenfalls lege Wert auf formale und ästhetische Qualitäten. Wenn es da nicht stimmt, würde ich eine Arbeit gar nicht erst ausstellen. Aber das traf doch auf die letzte Documenta im Jahr 2002 auch schon zu. Da waren Werke präsent - etwa die Projektionen von James Coleman -, die einfach nur zum Niederknien schön sind. Dieses Problem konnte ich also nicht sehen. Aber mich störte etwas anderes an dieser Documenta.

SPIEGEL: Und zwar was?

Buergel: Künstler und Künstlerinnen wurden geradezu dazu verdonnert, ihre geopolitische Identität vorzuführen. Da durfte ein Inuit, ein Eskimo, teilnehmen, aber der musste - um es überspitzt zu sagen - dann möglichst auch weiß malen.

SPIEGEL: Was müsste er bei Ihnen abliefern?

Buergel: Was immer er will. Bei mir haben die Künstler im Vorfeld tatsächlich eine Carte blanche: Ich pfusche ihnen nicht programmatisch hinein. Schon gar nicht würde ich ihnen vorschreiben, mit welchen Materialien und Inhalten sie zu arbeiten haben. Ich muss als Ausstellungsmacher nur darauf achten, dass die Mischung stimmt.

SPIEGEL: Darf zu dieser Mischung sogar etwas gehören, was bislang auf der Documenta vermisst wurde: Humor?

Buergel: Das schließe ich bestimmt nicht aus.

SPIEGEL: Wie halten Sie es denn mit Adorno, einem Kämpfer für die moderne Kunst, der ihre authentischen »Dissonanzen«, also auch ihre Hässlichkeiten gefeiert hat und meinte, ihre besten Stücke seien »die, welche keine Werke mehr sind«? Das hatte ja gravierende Folgen: Das Publikum wurde jahrelang mit spröder Konzeptkunst und anderen Verweigerungsgroßtaten gequält.

Buergel: Aber die Konzeptkunst ist doch schon seit Jahrzehnten tot. Trotzdem hatten diese Kunstformen gerade der Nachkriegszeit ihre Berechtigung - junge Künstler sehen in alldem eine abgeschlossene Epoche, auf die sie zurückgreifen. Die Moderne ist unsere Antike. Das gilt auch für die abstrakte Kunst, an der wir uns lange abarbeiten konnten. Wenn Sie sich etwa die italienische Gegenwartskunst ansehen, kommen Sie bald zu dem Schluss, die ist ungeheuer schlecht, vielleicht auch deshalb, weil die Italiener nie durch diese Eishölle der Abstraktion gegangen sind.

SPIEGEL: Das, was traditionell als schön gilt, etwa die Inszenierung ideal gebauter Körper oder idyllischer Landschaften, fand seinen Unterschlupf in der Werbung. Längst bestimmt die Werbung, was wir als schön empfinden. Ein Thema für Ihre Documenta?

Buergel: Die Menschen fühlen sich heute tatsächlich alle so, als lebten sie in einer Art Werbefilm. Also müssen wir diesem Thema anders begegnen, als einfach eine arme Leuchtreklame zu zitieren. Wir müssen danach fragen, wie wir die Leute ins Leben zurückholen. Ich will den Besuchern mit faszinierenden Bildern aller möglichen Medien das Gefühl und Bewusstsein vermitteln, dass sie tatsächlich ein Teil der Welt sind, dass sie diese selbst gestalten können.

SPIEGEL: Das frühe 20. Jahrhundert forderte wie keine Epoche zuvor die Einheit von Kunst und Leben. Ist es das, wohin Sie zurückwollen?

Buergel: Zurück will ich gar nicht. Aber tatsächlich hat Schönheit auch heute noch etwas mit einer Ganzheitlichkeit zu tun. Die Kunst wird erst dann schön, wenn sie Teil eines Lebensrhythmus ist, zu dem der Genuss, etwa der Restaurantbesuch, genauso gehört wie die Quälerei und Langeweile.

SPIEGEL: Langeweile, Quälerei? Wäre die Kunst dann doch wieder eine Art von Läuterungsritual mit fast sadistischen Zügen, das zur allgemeinen Katharsis führen soll?

Buergel: Ich nehme das eher sportlich. Wenn ich ein Bild betrachte, dann kann das zwei Stunden dauern. Die erste halbe Stunde ist toll, die nächste halbe Stunde ist langweilig, aber wenn man durchhält, entdeckt man in der zweiten Stunde immer Neues auf diesem Bild. Es ist wie beim Schwimmen, man muss sich erst freischwimmen, sich quälen, und dann gerät man in eine Art Rausch.

SPIEGEL: Kein Genuss ohne Reue, oder besser: erst die Reue, dann der Genuss. Können Sie sich auch eine bacchantische Form von Genießen vorstellen, ohne allzu viel Intellekt, wie ein barockes Fest?

Buergel: Wenn ein Fest ohne Intellektualität und ohne Schärfe auskommen muss, wird es schnell schal. Da kommt es auf das wichtige Moment an, das die Franzosen Esprit nennen. Denn Lust hat tatsächlich auch etwas mit Geist zu tun. Ebenso wie Schönheit. Deswegen mag ich auch keine puren Ausstellungsspektakel; mich stört es, wenn Kunst bloß konsumiert wird.

SPIEGEL: Das klingt schon wieder sehr nach Adorno. Aber das Publikum liebt solche Events. Deshalb sind bislang schon 300 000 Menschen in die MoMA-Schau in Berlin geströmt, wo ihnen lauter Meisterwerke aus dem Museum of Modern Art in New York kredenzt werden. Wenn das so weitergeht, haben bis zum September mehr Leute diese Ausstellung gesehen, als sich auf der vergangenen Documenta herumtrieben.

Buergel: Das hat wohl angesichts der überfüllten Räume nichts mehr mit Genuss von Kunst zu tun. Das lässt sich besser mit einem typisch deutschen Revisionismus erklären.

SPIEGEL: Ach ja?

Buergel: Alle kneifen die Augen zu und bilden sich ein, Berlin sei für kurze Zeit das Zentrum der Moderne, das diese Stadt einmal war und ja tatsächlich auch wieder hätte werden können.

SPIEGEL: Vielleicht sehnt sich das Publikum zurück in die Zeit, insbesondere der zwanziger Jahre, als Kultur sehr lebendig war und leidenschaftlich diskutiert wurde.

Buergel: Ich glaube, dieser Besucherandrang ist nicht auf Leidenschaft zurückzuführen. Und die Schönheit der Werke wird eher geknechtet, wenn sie als bloßer Bestandteil eines Bildungskanons begriffen wird. Aber man darf nicht vergessen, dass in der Hauptstadt nun einmal eine unglaubliche Leere herrscht. Alle Versuche, diese Leere halbwegs seriös zu füllen, schüren ein ungeheures Publikumsinteresse. Es gibt übrigens eine wirklich unglaublich schöne Ausstellung in Berlin: eine Schau über die französische Genremalerei im Alten Museum.

SPIEGEL: Die französische Genremalerei des 18. Jahrhunderts ist doch berühmt für ihre auratische Kraft und ihre fast schon liebliche Schönheit.

Buergel: Dafür muss man sich ja nicht schämen. Ich gebe doch zu, dass ich kein Problem mit klassischer Schönheit habe. Und natürlich gibt es viele kunsthistorische Klassiker, für die ich mich begeistern kann, den Renaissance-Maler Tintoretto etwa. Eine solche Meisterschaft und Schönheit muss man einfach bewundern.

SPIEGEL: Aber was als schön wahrgenommen wird, hängt doch immer auch vom jeweiligen Zeitgeschmack ab. Der italienische Philosoph Umberto Eco will im September seine »Geschichte der Schönheit« veröffentlichen. Er hat vorab schon einmal die Spekulation gewagt, ob Rubens wohl die Werke Picassos als schön empfunden hätte - und kam zu dem Schluss: nein, hätte er nicht.

Buergel: Ich glaube, da irrt er. Rubens hätte es sich nicht so einfach gemacht; er hätte differenziert. Die Werke Picassos, die um 1930, 1931 entstanden sind, die Porträts Marie-Thérèse Walters, hätten Rubens sehr gut gefallen. Und der ganz frühe Picasso, der ist ohnehin unwiderstehlich. Picasso selbst ist ganz sicher jemand, der sich am Schönheitsbegriff abgearbeitet hat; es ist vor allem sehr spannend, wie umfassend der Begriff Schönheit für ihn war. Und da komme ich noch einmal auf den Gedanken des Ganzheitlichen zurück: Man müsste doch einmal - und das ist unter Kunsthistorikern noch nie seriös betrieben worden - Picassos ganze Lebensform berücksichtigen, seine Kunst in Zusammenhang mit seiner herrschaftlichen Villa in Cannes, mit all den Frauengeschichten.

SPIEGEL: Picasso hat sich an die Côte d''Azur zurückgezogen, Sie als Berliner haben sich als Wahlheimat das schönheitstrunkene Wien ausgesucht. Beide Orte sind als Basislager für revolutionäre Umtriebe weniger ideal.

Buergel: Ich will ja auch die Welt immer neu sehen, nicht umkrempeln. Natürlich ist Wien eine wunderschöne Stadt. Und außerdem habe ich auch noch eine schöne Frau und zwei schöne Kinder, wenn Sie es so genau wissen wollen. Ich gebe auch zu, dass wir nicht in einem Fabrikhinterhof, sondern in einer schönen Wohnung leben, sogar mit hohen Decken und einem Kamin. Und wir, meine Frau und ich, legen auch Wert darauf, ein schönes, das heißt aber vor allem ein bewusstes Leben zu führen. Reicht Ihnen das an Schönheit?

SPIEGEL: Nein. Sie haben an der Wiener Akademie Kunst studiert; welche Werke konnten zwischen so viel Schönheit entstehen?

Buergel: Ich hoffe, schöne. Ich habe tatsächlich ganz romantisch experimentiert, indem ich etwa die Zeichnungen, die Goethe auf seiner italienischen Reise angefertigt hat, zu Gemälden transformiert und diese mit Texten aus einem Roman von Virginia Woolf unterlegt habe. Mich interessierte dabei die Wechselwirkung zwischen Text und Bildsprache.

SPIEGEL: Was wird bei Ihrer Documenta anders werden als 2002?

Buergel: Ich nenne noch keine Namen. Eines ist ganz sicher: Lust und Schönheit kommen nicht aus der Agitation, sondern aus der Kontemplation, aus dem Innehalten. Ich glaube, dass die Besucher und die Werke Luft zum Atmen brauchen. Man muss dazu die Bedingungen schaffen, und das werden wir tun.

SPIEGEL: Kann die Menschheit ohne Schönheit leben?

Buergel: Sie muss erst einmal zeigen, ob sie es mit kann.

SPIEGEL: Herr Buergel, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Der Gott der Schönheit

heißt bei den alten Griechen »Apollon«. Er lenkt den Sonnenwagen, der täglich von vier Pferden über den Himmel gezogen wird, und erfindet die Musik; er verfügt aber auch über Pfeil und Bogen und schwächt die vor Troja lauernden griechischen Krieger mit einer Pest-Epidemie, an der viele sterben. »Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ist dem Tode schon anheim gegeben«, dichtet August von Platen im Jahr 1825.

In der Kunst der Moderne, zu deren Wegbereitern auch Romantiker wie Platen gehören, hat der sonnige Apoll schlechte Karten - sein Hang zur Harmonie gilt als spießig und gestrig. Mit dem erbaulichen Schein des Schönen, so glaubt der notorische Bohemien, wolle der Geld- und Besitzbürger bloß seine innere Leere und die Ungerechtigkeit der Güterverteilung überspielen. Darum ist für den Bohemien, das bahnt sich schon im späten 19. Jahrhundert an, wahre Kunst realistisch, kritisch, schockierend, desillusionierend, authentisch, ehrlich, im Zweifelsfall eher hässlich als schön. Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, und der Künstler lacht sich tot, wenn die Welt zerschellt - auch weil der Bürger schon früh begann, dem antischöngeistigen Untergeher seine düsteren Provokationen abzukaufen.

Marcel Duchamp erklärt 1917 ein isoliertes Pissoirbecken zum Kunstwerk und verkündet ein paar Jahre später, er werde fortan das Schachspiel der Kunst vorziehen. Filippo Tommaso Marinetti meint um 1909 im futuristischen Manifest, ein »aufheulendes Auto« sei »schöner als die Nike von Samothrake«, jene berühmte antike Marmorskulptur. Joseph Beuys lässt in den sechziger Jahren aus einem rostigen VW-Bus mehrere mit Filzrollen bepackte Schlitten purzeln, erklärt einem toten Hasen die Einheit von Kunst und Leben, die Mystik von Filz und Fett. Mario Merz verteilt 1976 auf einem spiralförmigen Glastisch Frischobst, legt stapelweise vergilbte Zeitungen und Reisigbündel dazu und lässt diese Festtafel-»Installation« als »horizontales Bild« feiern. Damien Hirst zeigt 1991 der britischen Kunstwelt im Fernsehen ein Foto, auf dem er grinsend neben dem von einer männlichen Leiche abgetrennten Kopf posiert.

Kein Zweifel: Die auf die Zerstörung bürgerlicher Schönheitsillusion zielende Protest- und Schock-Ästhetik, auch »Antikunst« genannt, hat sich in über hundert Jahren zu Tode gesiegt. Der Bürger - weit davon entfernt, historisch erledigt zu sein - reagiert längst gelassen bis desinteressiert. Er lässt sich auch nicht mehr von der Standarddrohung einschüchtern, »auch die Nazis« hätten in der Moderne das Positive vermisst - die Kunst kann sich nicht für alle Zeiten von den Nazis dienstverpflichten lassen, nichts als jene deprimierende »Sprache des Leidens« (Adorno) zu bleiben.

Licht am Ende des Tunnels: Roger M. Buergel, 41, der Leiter der nächsten Documenta, betrachtet die Kunst der Moderne, die Adorno einst zur Norm erhoben hat, als historisch abgeschlossene Epoche. Jüngere Künstler nutzten sie allenfalls noch als kanonisches Material für neue Werke, bei denen es auch wieder um eine vielstimmige, den »Genuss« des Lebens steigernde Sinnlichkeit, um die »autonome ästhetische Form« gehe - also um, durchaus nicht restaurative, »Schönheit« (siehe das folgende Gespräch). In vier Porträts von Nachwuchskünstlern suchen SPIEGEL-Redakteure Spuren eines überraschenden, lange verteufelten Ästhetizismus. Apoll darf wohl bald wieder mehr sein als ein todbringender Seuchengott. MATHIAS SCHREIBER

Das Gespräch führten die Redakteure Susanne Beyer, UlrikeKnöfel und Mathias Schreiber.

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