Polizeigewalt in den USA Kunstaktion erinnert an die letzten Sätze von George Floyd

Der Künstler Jammie Holmes hat George Floyds letzte Worte auf Flugzeugbannern über fünf US-Metropolen aufsteigen lassen. Plötzlich wirkt es so, als wende sich Floyd an die ganze Nation.
"My neck hurts": George Floyds Worte auf einem Plakat über Dallas

"My neck hurts": George Floyds Worte auf einem Plakat über Dallas

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Mark LaBoyteaux/ courtesy of Jammie Holmes and Library Street Collective

Es sind die Worte eines in Polizeigewahrsam sterbenden Menschen, die derzeit in den USA für eine Welle friedlichen und gewaltsamen Protests sorgen. In fünf Metropolen waren George Floyds letzte Worte am vergangenen Samstag am Himmel zu sehen, auf Flugzeugbannern, mit denen sonst für Hochzeiten geworben wird.

"They're going to kill me" war in New York zu lesen, "My neck hurts" in Dallas, "Everything hurts" in Los Angeles, "My stomach hurts" in Miami, "Please I can't breathe" in Detroit. Die Aktion geht auf den Künstler Jammie Holmes zurück, der mit Porträts von Afroamerikanern bekannt geworden ist.

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"They're going to kill me": Kunst-Protest gegen Polizeigewalt

Foto: Sue Kwon/ courtesy of Jammie Holmes and Library Street Collective

"Für mich war das der bessere Weg, meine Botschaft zu artikulieren, als wenn ich mich an Demonstrationen beteiligt hätte", sagte Holmes der New York Times. Seine Idee setzte er innerhalb von 48 Stunden um, mit finanzieller Unterstützung einer Galerie aus Detroit, die seine Werke als Erste ausgestellt hatte.

In einem Statement auf seiner Webseite schreibt Holmes , er habe ein Medium verwenden wollen, das über dem Lärm in den sozialen Medien schwebt und gleichzeitig von den Reichen kontrolliert werde. Es handele sich um einen Akt des Protests und der freien Meinungsäußerung.

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