Universität der Künste Ai Weiwei tritt Gastprofessur in Berlin im Oktober an

Die Studenten der Berliner Universität der Künste bekommen im Herbst einen berühmten Lehrer: Der chinesische Künstler Ai Weiwei will im Oktober eine Gastprofessur antreten - für drei Jahre.

Ai Weiwei in seinem Atelier im Prenzlauer Berg in Berlin: Öffentliche Antrittsvorlesung geplant
DPA

Ai Weiwei in seinem Atelier im Prenzlauer Berg in Berlin: Öffentliche Antrittsvorlesung geplant


Chinas berühmtester zeitgenössischer Künstler Ai Weiwei will seine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste bereits im Oktober antreten. Das teilte die Universität am Dienstag nach einem ersten Gespräch zwischen Uni-Präsident Martin Rennert und dem regimekritischen Künstler mit.

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Zum Auftakt werde es eine öffentliche Antrittsvorlesung geben, hieß es. Ansonsten war aber noch unklar, in welcher Form Ai unterrichten wird - auch virtuelle Vorlesungen via Internet sind denkbar.

Die Universität hatte Ai die auf drei Jahre angelegte Professur schon 2011 während seiner Haft in China angeboten. Vier Jahre durfte der 57-Jährige das Land allerdings nicht verlassen, erst Ende Juli kam er erstmals wieder nach Deutschland.

Ein Interview des SPIEGEL-China-Korrespondenten Bernhard Zand mit Ai Weiwei lesen Sie im aktuellen SPIEGEL.

sun/dpa/AP



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Stäffelesrutscher 12.08.2015
1.
Hat diese Uni eigentlich auch schon anderen Regimekritikern wie Edward Snowden, Mumia Abu-Jamal oder Leonard Peltier eine Gastprofessur angeboten?
humptata 12.08.2015
2. Na, da gratuliere ich den Berliner Kunststudenten aber!
Da bekommen die einen wirklich berühmten Mann als Lehrer. bei dem können sie lernen, wie man durchschnittliche künstlerische Begabung durch geschickte politische Positionierung kompensiert.
lagoya 12.08.2015
3. hohe politik
Oder gibt es bei uns etwa nicht genug freischaffende Künstler, die genausogut eine Professur übernehmen könnten , und das ohne Dolmetscher !?
alterego13 12.08.2015
4. Wofür
ist dieser Mann berühmt? Das, was ich bis jetzt von ihm gesehen habe, kann ich nur einordnen unter: Ist das Kunst oder muss das weg? Sollte er aber so hofiert werden, weil er gegen die Regierung ist, dann sollten wir doch unsere "Westlichen Werte" mal überprüfen. Mir persönlich ist dieser Mensch suspekt.
stjefaan 12.08.2015
5. hmm
Was dieser Kasper in der westlichen Welt hofiert wird. Er hat eine gute Aktion gemacht, er hat den Toten des Erdbebens 2008 von Wenchuan Namen gegeben und so eine verstärkte Wahrnehmung hervor gerufen. Diese Aktion hatte eine messbare Aussenwirkung. Der Rest seines Schaffens bekommt meiner Ansicht nach nur Aufmerksamkeit, weil es sich um einen chinesischen Dissidenten handelt. Ein zu schwacher Grund!
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