Architektur-Biennale in Venedig Schweizer Architekten entwerfen deutschen Pavillon

Eine Prestigefrage ist stets, wer die Länderpavillons bei der Architektur-Biennale in Venedig gestalten darf. Für den deutschen Pavillon 2014 hat das Bundesbauministerium jetzt das Zürcher Büro von Alex Lehnerer und Savvas Ciriacidis benannt.

Berlin - Sie wollten ein Loch in Chicago, das von einem eingestürzten Haus geblieben war, mit einer Art riesigem Heißluftballon füllen. Das Schweizer Architekten-Duo Alex Lehnerer und Savvas Ciriacidis, das den deutschen Pavillon der Architektur-Biennale 2014 gestalten soll, zeichnet sich also durchaus durch originelle Ansätze aus.

Wie das Bundesbauministerium nun am Dienstag mitteilte, hat eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Werner Durth die beiden Partner aus Zürich  als Generalkommissare ausgewählt. Die Projektleitung übernimmt erneut die Kulturmanagerin Sally Below, die schon mehrere deutsche Beiträge in Venedig begleitet hat.

Das Büro von Alex Lehnerer  und Savvas Ciriacidis erhielt Auszeichnungen wie den Architekturpreis Chicago, den Urban Design Group Book Award sowie aktuell den DAM Buchpreis 2013. Lehnerer ist Assistenzprofessor für Architektur und Städtebau an der ETH Zürich . Parallel arbeitet er an dem ETH Future Cities Laboratory Projekt in Singapur. 2009 gründete er das Department of Urban Speculation (DeptUS) in Chicago, wo er auch als Professor an der Universität von Illinois lehrte. Savvas Ciriacidis unterrichtet ebenfalls Architektur und Entwurf an der ETH Zürich.

Die Architekturbiennale, die alle zwei Jahre im Wechsel mit der Kunstbiennale stattfindet, wird am 7. Juni 2014 eröffnet und läuft bis zum 23. November 2014. Künstlerischer Leiter ist diesmal der niederländische Architekt Rem Koolhaas. Das übergeordnete Thema der Biennale für die Hauptausstellungen ist Fundamentals, für die Nationenpavillons hat Koolhaas das Thema Absorbing Modernity 1914 - 2014 ausgegeben.

Vor zwei Jahren hatte Muck Petzet im deutschen Pavillon für Recycling-Architektur geworben. 2010 hatte das Büro Die Walverwandtschaften Deutschland vertreten, bei der Architektubiennale 2008 sorgten Friedrich von Borries und Matthias Böttger mit "Updating Germany" für Aufsehen.

feb/dpa
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